Eine kreative Lüftungsgestaltung

Als der neue Waldorfkindergarten in Turnhout entworfen wurde, standen gute Einrichtungen für die Kinder und die Angestellten sowie die Qualität des Raumklimas gleichermaßen im Mittelpunkt. Der Kindergarten ist jetzt im Betrieb, und die Rückmeldungen sind enorm positiv: ein gutes Raumklima von einem vollautomatischen System, das mit den richtigen Einstellungen planmäßig funktioniert.

Der neue Kindergarten, der der Waldorfschule in Turnhout angegliedert ist, strahlt auf allen Ebenen Rudolf Steiners Philosophie aus. Das einzigartige Gebäude mit seiner organischen Holzfassade drückt auf ideale Weise Offenheit und Kreativität aus, was die die Aufmerksamkeit erregt und dazu einlädt, erforscht zu werden.

„Willkommen“ ist hier das optische Stichwort. Der weniger sichtbare, aber nicht weniger wichtige Vorteil ist Komfort. Dieser ist zum Teil dem dezentralen Lüftungssystem von Airmaster geschuldet, das für eine konstant optimale Luftqualität im Kindergarten sorgt.

Der an die Michaëlschool angegliederte Kindergarten wurde von den Avora-Architekten entworfen und von den POPP AERT-Architekten implementiert. Die Avora-Architekten haben intensiv mit fünf Lehrern und fünf Eltern kooperiert. Während des Designprozesses war es wichtig, eine attraktive und heimelige Umgebung zu erschaffen. Diese Überlegungen haben zu einem Gebäude geführt, das sich deutlich vom traditionellen, langweiligen Image abhebt, das die meisten Schulen auszeichnet.

Schon die Holzfassade und die organischen Formen sind außergewöhnlich für diesen Gebäudetyp. Aber auch im Innenbereich sieht es mit L-förmigen Klassenräumen und kurvigen Decken anders aus.

„Das neue Gebäude war erforderlich, um die rasant steigende Anzahl von Schülern in unserer Waldorfschule unterbringen zu können”, so Schulleiter Sigurd Borghs. „Auf diesem ehemaligen Fabriksgelände gab es noch immer freie Kapazitäten für den Bau von separaten Räumlichkeiten für die Kindergartenkinder, und wir hatten zum Glück die Möglichkeit, dies umzusetzen. Ursprünglich waren drei Klassenräume in Erdgeschoss angedacht, aber bereits vor Beginn der Konstruktion war eine Erweiterung des Plans um ein viertes Klassenzimmer im ersten Stock erforderlich. So haben wir jetzt für 90 Kindergartenkinder unter optimalen Bedingungen Platz.“

Lüftung kann auch dezentral erfolgen

Die optimalen Unterrichtsbedingungen sind nicht nur ein Ergebnis von Design, Aufteilung und Möblierung der Klassenzimmer. Die Kinder und Erwachsenen profitieren auch vom kontinuierlichen Luftaustausch, der für ein gutes Raumklima sorgt. „Typisch für Schulen sind viele Menschen auf einem kleinen Areal“, erläutert Maarten Diels von Airmaster. „Deshalb ist der Lüftungsbedarf in Klassenzimmern oft größer als in anderen Räumen. Die Verwendung eines C-Systems für die Lüftung ist unter diesen Bedingungen nicht optimal, da die frische Luft direkt von außen zugeführt wird. So besteht das Risiko, dass im Winter zu kalte Luft und im Sommer zu warme Luft einströmt. (Typisch für ein C-System sind die natürliche Außenluftzufuhr und die mechanische Entlüftung).

Die Michaëlschule wollte deshalb ein D-System für die Lüftung einbauen lassen. (Ein D-System (balancierte Lüftung) zeichnet sich durch die mechanische Luftzufuhr und Luftabfuhr aus.) Es war jedoch nicht möglich, die für eine zentrale Lüftungsanlage erforderlichen Kanäle zu etablieren. 

Wegen der organischen Formen des Gebäudes war es schlicht nicht möglich, die Kanäle in die Architektur des Gebäudes zu integrieren. Zum Glück konnte Airmaster dezentrale Lüftungsanlagen anbieten, die in dieser Situation die perfekte Lösung waren. Sie bieten alle Vorteile eines D-Systems, allerdings ohne Kanäle im gesamten Gebäude.“

Weil eine dezentrale Lüftung keine Kanäle voraussetzt, konnte in die neuen Räumlichkeiten des Waldorfkindergartens trotzdem wie gewünscht die D-Lüftung eingebaut werden.

 

Mit der aktiven Schalldämmung in der AM 1000-Lüftungsanlage, bei der vor allem die niedrigen Frequenzen gedämmt werden, treten keine Geräuschbelästigungen auf.

Eine Lüftungslösung mit vielen Vorteilen

Die Klassenräume und der Gemeinschaftsbereich wurden mit jeweils eigenen Lüftungsanlagen ausgestattet; der AM 500-Anlage in den Klassenräumen und einer AM 1000 im Gemeinschaftsbereich. „Sie sind an den Außenwänden angebracht mit direktem Zugang für Zu- und Abluft, so dass keine Kanäle erforderlich waren. So ist eine schnelle und einfache Installation möglich”, erklärt Maarten Diels. „Mit der aktiven Schalldämmung in der AM 1000-Anlage, bei der vor allem die niedrigen Frequenzen gedämmt werden, wird die Lüftungsanlage nicht als störend empfunden, und auch die AM 500-Anlagen verursachen keine störenden Geräusche. Im Gemeinschaftsbereich kann so eine Luftmenge von 1.100 m³/h bei 35dB (A), (950 m³/h bei 30dB (A)), ausgetauscht werden.

Die Tatsache, dass Airmasters dezentrale Lüftungslösungen keine Kanäle voraussetzen, ist sowohl technisch als auch finanziell ein Riesenvorteil. Aber es ist nicht das Einzige; auch das CO2-Niveau kann in den jeweiligen Räumen auf eine sehr einfache Weise kontrolliert werden. Jede Anlage verfügt über einen CO2-Sensor, der den Kohlendioxidgehalt registriert, und die Lüftungsanlage justiert so automatisch die Luftmenge, so dass sie zur Personenbelastung im Raum passt. Die CO2-Sensoren gewährleisten gemeinsam mit der an die Öffnungszeiten der Schule angepasste Zeitsteuerung einen besonders effizienten Betrieb der Lüftungsanlagen und vermeiden unnötige Energieverschwendung. Die Angestellten müssen sich nicht mit der Lüftung beschäftigen; das System ist bedarfsgesteuert und läuft vollautomatisch. Die neue Schule ist jetzt in Betrieb genommen worden, und die Ergebnisse sind enorm positiv. Mit anderen Worten hat Airmaster erneut demonstriert, dass eine dezentrale Lüftung eine einfache, aber hervorragende Lösung ist.“

Text: Els Jonckheere
Publiziert: Bouwen aan Vlaanderen (Belgien) nr. 02 2019

Bereit für einen frischen Wind

Wir von Airmaster sind durch und durch dezentral. Weil wir zweifelsfrei das beste Raumklima und somit die optimale Umgebung zum Wohlfühlen erschaffen können, wenn wir ein Gefühl für die einzelnen Räume und deren Nutzer haben - und weil wir den Ehrgeiz haben, uns stets zu verbessern.

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